Hi. Ich bin Marcel Mellor und genau wie du schaue ich gern in die “About”-Page einer Website. Mal sind mir die Biographien zu lang, mal zu kurz. Deswegen gibt es mich hier in drei Verpackungen.

tl;dr

Marcel Mellor ist Autor, Blogger und Produktstratege. Seine Themen sind Zukunftsforschung, Cyberkultur und das Verhältnis von Mensch und Maschine.

Kurzvita

Marcel Mellor ist Autor, Blogger und Produktstratege. Er lebt auf der Schnittstelle von Science Fiction und Gegenwart, seine Themen sind Zukunftsforschung, Cyberkultur und das Verhältnis von Mensch und Maschine. Sein neuster Roman, der Zeitreise-Thriller “Das Register”, erscheint im Dezember 2018.

Marcel arbeitet als Product Owner der Kommunikations-App satellite sowie als Speaker und Coach für die Themen Storytelling und Produktentwicklung.

Die ganze, verdammte Geschichte

2015 sah ich auf dem unvergleichlichen Blog waitbutwhy.com diese Grafik.

Diese wahrscheinlich nicht sehr wissenschaftliche Darstellung drückte aus, was mir schon seit längerem im Kopf herumspukte: Die Floskel “Wir leben in einer Zeit des Wandels” ist nicht bloß wahr. Sie ist hoffnungslos untertrieben.

Sich damit zu konfrontieren, ist verstörend und spannend zugleich. Was bedeutet es, dass meine zwei Kinder höchstwahrscheinlich in Berufen arbeiten werden, die es jetzt noch nicht gibt? Dass Künstliche Intelligenz schon jetzt Teil unseres Alltags ist und Google unser Gehirn verändert - ohne dass wir es bemerkt haben?

Es waren diese Fragen, die mich dazu bewogen, eine Tätigkeit aufzunehmen, von der ich zehn Jahre lang die Finger gelassen hatte: Das Geschichtenerzählen.

Geschichten habe ich schon immer erzählt - du kennst diesen Satz von jedem Autoren, ob erfolgreich oder nicht, und auch bei mir stimmt er. Bildergeschichten im Vorschulalter, schwülstige Romane in der Oberstufe und Berufswünsche, die immer nur das gleiche Thema variierten: Comiczeichner, Schriftsteller, Filmregisseur, Verlagsgründer.

Doch es kam anders. Pünktlich zum Schulabschluss wurde mir klar, dass all meine Geschichten bloß lang waren, nicht gut. Mochte sein, dass mir das nötige Handwerkszeug fehlte, vielleicht auch Talent, doch der Hauptgrund war, dass ich nichts zu erzählen hatte. Ich machte einen Schnitt, begrub alle weiteren Ideen und löschte meine Manuskripte. In den nächsten zehn Jahre wurde ich: Leidenschaftlicher Produktmanager, Ehemann, Vater, Software-Entwickler, Startup-Founder.

Und dann das.

Ein Thema. Tausend Ideen, es zu verarbeiten. Tausend Geschichten.

In Wahrheit hatte ich natürlich nie mit dem Schreiben aufgehört. Im Startup und danach war ich der Mann fürs Copywriting, lernte Dinge auf den Punkt zu bringen, an Sätzen zu feilen, Adverbien zu killen. Als Produktmanager begriff ich, wie man Ideen über eine Geschichte transportiert. Ich schrieb, bloggte, textete.

Steve Jobs sagte mal: “You can't connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards.” Er hatte mal wieder recht.

2015 griff ich wieder zum Stift und begann DAS REGISTER zu schreiben. Die Veröffentlichung steht kurz bevor und damit der nächste “Dot”. Was danach kommt? Mal schauen.